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Es ist schon 2014. Wo geht die Zeit hin? Noch ein paar Wochen dann sind wir ganze 2 Jahre schon in Neuseeland. Und ab da ist das auch die  längste Zeit bis dato, die ich an einem Stueck weg war von Zuhause. Meine Eltern werden es hauptsächlich daran merken das kein Spezi mehr gebunkert werden muss für Überraschungsbesuche.

Lange Sendepausen heißt meistens, dass es nichts  zu erzählen gibt. Und das war seit Oktober auch so. Da wir jetzt beide mit full time jobs ausgestattet sind und ich manchmal sogar noch am Wochenende im Hostel arbeite sind namhafte Freizeitaktivitaeten häufig mit Haus putzen, Gartenarbeit und Kitty streicheln ersetzt worden. Aber wir beschweren uns ja nicht. Wir haben unser Ziel ja immer im Blick. Sehr gute Freunde von uns sind uns immer einen Schritt voraus. Die haben ihren Wohnwagen schon… das wird es bei uns zwar nicht geben aber “unsere kleine Farm” zeichnet sich schon im Horizont ab. Ich kann es deutlich sehen.

Karten korrekturlesen ist wie erwartet nicht wirklich spannend. Aber die Kollegen sind nett und das wichtigste: es kommt Geld in die Kasse. Der Schwabe würde sagen: Schaffe, schaffe, Häusle baue… Ich sage: Ich will mein Pony endlich haben.

Im Oktober war auch unser zweiter Hochzeitstag. Zur Feier des Tages ein Road Trip? Immer gerne. Eigentlich wollten wir ja Essen gehen aber der Alltag hat uns so fest im Griff, das ein Ausflug gut für die Seele war.

Essen gehen und Ausflug kann man gut verbinden indem man nach Kaikoura geht. Auf Maori heisst Kaikoura übersetzt esse hummer (kai – essen, koura – crayfish, der nz hummer). Also haben wir genau das gemacht. Bei einem tollen Imbiss direkt am Meer, direkt vom Fischer gekauft und auf einem Picknicktisch gegessen. Claus hat es auch geschafft 2 amerikanischen Touristen den Lunch zu vermiesen. Manche Leute essen die Innereien des Crayfishes mit und bezeichnen es als Delikatesse. Ich mag den gelben Matsch, wie viele andere auch nicht. Claus allerdings schon. Wir haben uns zwar auf Deutsch unterhalten aber das englische Wort “guts” ist praktischer als das lange “Innereien” und als ich fragte: Was ist das denn? Kam die Antwort von meinem lieben Mann: Das sind die guts.

In diesem Moment wich der armen Amerikanerin die Farbe aus dem Gesicht und ab da haben sie komischerweise mit nicht mehr ganz so viel Enthusiasmus in ihrem Cray gestochert. Mission accomplished!

Wir haben auch noch eine Seelöwen Kolonie besucht. In einem Naturpool an einem Wasserfall waren ganz viele Seelöwenbabies. Ohne Zaun und vollkommen ohne Angst vor Menschen.

Ich habe auch noch ein Foto von der Menschenmenge gemacht, die an dem Pool gewimmelt hat. Um hier auch mal die allgemeine Vorstellung von dem “einsamen” Neuseeland zu zerstören. Das war damals noch nicht mal richtige Hochsaison. Aber ich muss sagen das ist die grösste Menschenansammlung, die ich seit langem gesehen habe. Wie ich früher 2 Jahre lang im Pendlerverkehr in der S-Bahn nach Stuttgart überlebt habe ist mir selber unklar. Aber schon jetzt ist allen klar… die ganzen Menschenleeren Fotos aus Neuseeland sind nur Trickfotografie

Über Weihnachten und Silvester hatten wir beide Urlaub und haben nochmal einen Roadtrip gemacht. Diesmal zu den Moeraki Boulders. Das sind riesige runde Steine, die durch Ablagerungen und viel viel Zeit in runde Riesenmurmeln gedrückt worden sind. Mit der Zeit wurden die Steine durch das Meer freigelegt und liegen da jetzt halt am Strand rum. Fotos anbei.

Eigentlich wollten wir 3 Tage am Stück wegfahren … aber schon im Oktober habe ich kein Katzenhotel mehr für Kitty buchen können. Aber… schon Geld gespart! Und einen schönen und vor allem entspannenden Urlaub hatten wir… und das ist das wichtigste.

Ansonsten gibt es keine aufregenden Neuigkeiten. Wir haben uns als frische residents erst mal den Kiwigepflogenheiten angepasst und ein Barbeque gekauft… auf dem auch gegrillt wird.

Ich habe auch ein paar Fotos von unserer neu gekauften und hart erkämpften Einrichtung gemacht… und natürlich von Kitty.

xo

Conny und Claus

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