Seit Donnerstag befinden wir uns einige Kilometer weit im neuseeländischen Busch. Die Farm ist sehr idyllisch gelegen auf einer Anhöhe mit Blick auf die umliegenden Hügel und wenn man die Augen kneift auch ein gutes Stück Küste. Claus und ich leben im Gästehaus etwas unterhalb des Haupthauses. Unser Auftrag hier ist es für Günter und Josiane (und ihre 3 Kiddies) so eine Art Trockenraum zu bauen. Hinter dem Haus ist schon ein überdachter Teil gewesen, der als Vorratsraum genutzt wurde. Hier wird jetzt volles Programm gemacht mit betonieren, Wände hochziehen, Dach neu machen, Türen und Fenster einbauen. Heute war schon Ausräumkommando. Wir haben viele viele Spinnen obdachlos gemacht und ich habe in einige eklige Sachen gefasst. Aber immerhin hab ich jetzt was zu erzählen. Auch noch erwähnenswert sind die Hühner hier. So Puschelhühner (oder Chinese Silky) wie ich sie schon immer toll fand. Die 3 Hähne laufen frei herum und sind besser als jede Show im Fernsehen.

Die Fahrt hierher war sehr abenteuerlich. Barneys Benzinpumpe hat den Geist kurz nach Tauranga Bay aufgegeben. Der Motor hat das Husten angefangen und auch nicht mehr richtig Gas gegeben. Mit seinem letzten Lebensatem hat uns Barney noch bis vor die nächste Werkstatt gefahren. Das war ein Industriegebiet 11km vor der nächsten Ortschaft. Da bekommt Glück im Unglück eine ganz neue Bedeutung. Das hat unsere touristischen Pläne für die Herfahrt etwas durchkreuzt, so haben wir nur die Hundertwasser Toiletten in Kawakawa angeschaut. Einerseits aus biologischen Bedürfnissen und weil sie auch im Touristenführer als „Must do“ aufgeführt sind. Den Stop den ich auch noch einlegen wollte haben wir dann vorgestern nachgeholt. Die Kawiti Glow Worm Caves. Glow Worms sind ähnlich wie Glühwürmchen. Nur das sie nicht durch die Gegend schwirren, sondern in dunklen Höhlen an der Decke kleben und mit leuchtendem Popo und Klebestreifen, die von der Decke hängen, Fliegen einfangen. Das sah wirklich unglaublich aus. Im Licht pfui – bei Dunkelheit hui! Wie ein kleiner Sternenhimmel in umgehender Nähe. Wer nach Neuseeland kommt: Seht euch das an! Das darf man nicht verpassen.

Wir haben auch ein Video von dem Weg auf die Farm gedreht. Einfach um mal einen Einblick zu geben. Das ist sicherlich kein Standard hier… das ist schon eine extrem lange Anfahrt aber so überwältigend, dass wir sie mit euch teilen wollten. Wir starten auf einer geteerten Straße und wir sind kurz nach der „Ortsgrenze“ von Ngunguru. Falls es aussieht als ob wir Schlangenlinien fahren – Claus weicht Schlaglöchern aus. Wer aufpasst sieht irgendwann einen Hasen über die Straße flitzen und das Gatter kurz vor Schluss ist die Grundstücksgrenze. Der Schluss ist dann unser derzeitiges Domizil mit Ausblick. Ich wollte eigentlich alles ungeschnitten filmen… aber meine Kamera wollte nicht an einem Stück. Es gibt einen Schnitt im Film auf dem Weg zum Haus… aber da fehlen im Grunde nur ein paar Meterchen… also ist es eigentlich schon noch Echtzeit.

xo

Conny und Claus

 

PS.: Wer uns als erster die Zeit sagt wann der Hase durchläuft kriegt ne Überraschung!!!!!!

 

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Since Thursday we are on the new farm. It is a very nice spot on a hilltop overlooking the surrounding hills and if you squint really hard you can see some coastline. We live in a guesthouse all to ourselves. It is very nice with a beautiful view of the surrounding bush. Our project here is to build an additional room for storage. There is some sheltered space behind the house already. So all we are doing is putting some concrete in, a couple of walls, doors and windows. Today we already cleaned the whole area out. Loads of timber were used for all the shelves and loads of spiders were living there. But not anymore! They were all evicted today… or smashed. By the way: there are Chineses Silky chicken here … they are adorable.

The drive to Ngunguru was an adventure. Our cars fuel pump gave out just before Kerikeri. We were so lucky: we made it to the next garage and then our car completely died. They fixed it for us in a few hours and we could continue our journey. Due to the fuel pump incident we couldn’t make all the tourist stops we wanted to so we only went to see the Hundertwasser toilets in Kawakawa. Which was quite handy since we had some non-tourist urges too.

We also checked out Kawiti glow worm caves. It was absolutely beautiful. For everyone who is planning on visiting New Zealand someday. You definetly have to see this! There are a few more caves all over New Zealand and I bet they are just as stunning as this one.

We also attached a video of the drive to the farm. Not sure about the Kiwi standards for length of a drive to a farm off a main road… but this is definetly a long one. The video starts out as we leave the town of Ngunguru and head fort he gravel road. And no… Claus is not a poor driver he is merely avoiding giant bumps and holes. If you are watching closely you can see a rabbit crossing the road. The end of the video is our current residence.

xo

Conny and Claus

 

PS.: Whoever tells us the correct point of time in the video where the rabbit is crossing the road gets a surprise!!!!!!!

 

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