Kitty’s week of nightmares

Ups. Das ist alles was ich dazu sagen kann das der letzte Post hier im Januar war.

Wieso? Weil sich unser Alltag so normalisiert hat das ich hier nicht mit trivialen Dingen aufwarten möchte. Ich sammel fleissig Bilder und Wochenend Ausflüge damit ich hier einen ordentlichen Beitrag zusammenkriege.

Der einzige Grund warum ich jetzt hier einen Sonderpost mache ist natürlich Kitty. Kitty hat sich eine gewisse Fanbase aufgearbeitet, die ich mit gewissen Updates versorgen muss.

Wir alle kennen und lieben Kitty als die etwas dubbelige Katze die sie ist. Letzten Sonntag bin ich aufgewacht und habe 4 verschiedene Pfützen Kotze gefunden – 3 davon habe ich durch reintreten entdeckt. Kitty hat ab und zu mal Hairball Probleme. Soviel Haare wie sie verliert kann man garnicht ausbürsten. Zuerst dachten wir das vielleicht einfach einer n bisschen querliegt und nachmittags dann zum Vorschein kommt. Aber nach einem Tag ohne Essen und kaum etwas getrunken zu haben machten wir uns doch schon etwas Sorgen. Hinzu kam ihr etwas  lethargisches Auftreten.

1. Station war Montagmorgen der Tierarzt. Wenn Kitty ohne Kampf in die Transportbox geht ist die Situation schon brenzlig. Der Tierarzt hat sie für ein Röntgen dabehalten. Nachmittags kam dann der Anruf, dass man nichts konkretes auf dem Bild erkennen kann aber wohl etwas den Magendarmtrakt blockiert. Wir haben Kitty dann abends besucht… Kitty auf Drogen – ist nicht viel anders wie Kitty sonst haben wir festgestellt. Wenigstens hatte sie keine Schmerzen mehr. Die Nacht wurde sie beim Tierarzt behalten. Am Tag drauf noch ein Röntgen und danach dann gleich eine OP.

Kitty wurde ein grosser und extrem kompaktierter, schwerer Hairball entfernt. Von allein hätte sie den niemals rausbekommen.

Wieder Untersuchungen und eine Nacht beim Tierarzt. Mittwochs hat sie dann noch nicht gut genug gegessen gehabt und musste wieder beim Tierarzt übernachten . Bei soviel Bauchweh kann man das auch verstehen.

Donnerstag durfte sie dann wieder heim. Was für ein Alptraum, nicht nur für Kitty – auch für uns. Trotz Antihairball Futter und Pflege so einen Klumpen im Bauch. Vielleicht sollte ich das Fell sammeln und daraus Kleidung filzen.

Kitty hat sich auch neue Fans angelacht. Alle Tierarzthelferinnen wurden von ihrem Charme besiegt.

Das erste ihrer neun Leben hat Kitty jetzt aufgebraucht – und jetzt haben wir durch Totalvets auch einen exakten Geldwert für Kittys Leben. $1.200! Natürlich würden wir ungefragt auch das doppelte für Kitty zahlen. Weh tut es trotzdem kurz. Das schöne daran ist, dass ich jetzt eine Versicherung für Kitty abschliesse – und somit genau weiss dass sie nie wieder krank wird. Murphy’s Gesetz gilt nach wie vor.

Conny, Claus und Kitty

Oops is the only reason I can give for not updating this regularly. We are caught up in work life for good – which is not very entertaining material for a blog. But when I have enough good stories saved up I will post them here.

This update is all about Kitty – to keep her constantly growing fanbase among our friends and family satisfied.

Sunday morning I woke up to 4 separate puddles of vomit – 3 of them I discovered after I stepped into them. Kitty vomit is a common sight around our house with all the furballs she coughs up so I did not think much of it. She grew more lethargic all day and refused to eat and hardly drank. We were starting to get worried.

First stop monday morning was the vet. Kitty stayed in her transport box without any fights – another sign that this is bad! They just diagnosed a very sore tummy and kept her in for an xray. The xray wasn’t conclusive. A drip, pain medication and an overnight stay was the best solution for Kitty. 2 Xrays later they said that there is definetly some blockage in her guts and that they had to to surgery. Surgery came and went fine. One massive, dense hairball was lodged in her guts. She would have never passed that one on her own. She had to stay one additional day for recovery and just to make sure that everything is working properly.

Thursday she was discharged. Happy to have her alive and well back home. Kitty made some new fans at the vets office.

We now can a monetary value on Kittys life. $1.200! For a stray cat – not a bad outcome at all! Of course we would pay double for Kitty, no questions asked. Still hurts a little bit though. The other good thing is that: if I get an insurance for Kitty now, she will never have any health problems again at all. Murphy’s Law works like a charm.

 

xo

Conny, Claus and Kitty

 

 

 

Rückmeldung

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Es ist schon 2014. Wo geht die Zeit hin? Noch ein paar Wochen dann sind wir ganze 2 Jahre schon in Neuseeland. Und ab da ist das auch die  längste Zeit bis dato, die ich an einem Stueck weg war von Zuhause. Meine Eltern werden es hauptsächlich daran merken das kein Spezi mehr gebunkert werden muss für Überraschungsbesuche.

Lange Sendepausen heißt meistens, dass es nichts  zu erzählen gibt. Und das war seit Oktober auch so. Da wir jetzt beide mit full time jobs ausgestattet sind und ich manchmal sogar noch am Wochenende im Hostel arbeite sind namhafte Freizeitaktivitaeten häufig mit Haus putzen, Gartenarbeit und Kitty streicheln ersetzt worden. Aber wir beschweren uns ja nicht. Wir haben unser Ziel ja immer im Blick. Sehr gute Freunde von uns sind uns immer einen Schritt voraus. Die haben ihren Wohnwagen schon… das wird es bei uns zwar nicht geben aber “unsere kleine Farm” zeichnet sich schon im Horizont ab. Ich kann es deutlich sehen.

Karten korrekturlesen ist wie erwartet nicht wirklich spannend. Aber die Kollegen sind nett und das wichtigste: es kommt Geld in die Kasse. Der Schwabe würde sagen: Schaffe, schaffe, Häusle baue… Ich sage: Ich will mein Pony endlich haben.

Im Oktober war auch unser zweiter Hochzeitstag. Zur Feier des Tages ein Road Trip? Immer gerne. Eigentlich wollten wir ja Essen gehen aber der Alltag hat uns so fest im Griff, das ein Ausflug gut für die Seele war.

Essen gehen und Ausflug kann man gut verbinden indem man nach Kaikoura geht. Auf Maori heisst Kaikoura übersetzt esse hummer (kai – essen, koura – crayfish, der nz hummer). Also haben wir genau das gemacht. Bei einem tollen Imbiss direkt am Meer, direkt vom Fischer gekauft und auf einem Picknicktisch gegessen. Claus hat es auch geschafft 2 amerikanischen Touristen den Lunch zu vermiesen. Manche Leute essen die Innereien des Crayfishes mit und bezeichnen es als Delikatesse. Ich mag den gelben Matsch, wie viele andere auch nicht. Claus allerdings schon. Wir haben uns zwar auf Deutsch unterhalten aber das englische Wort “guts” ist praktischer als das lange “Innereien” und als ich fragte: Was ist das denn? Kam die Antwort von meinem lieben Mann: Das sind die guts.

In diesem Moment wich der armen Amerikanerin die Farbe aus dem Gesicht und ab da haben sie komischerweise mit nicht mehr ganz so viel Enthusiasmus in ihrem Cray gestochert. Mission accomplished!

Wir haben auch noch eine Seelöwen Kolonie besucht. In einem Naturpool an einem Wasserfall waren ganz viele Seelöwenbabies. Ohne Zaun und vollkommen ohne Angst vor Menschen.

Ich habe auch noch ein Foto von der Menschenmenge gemacht, die an dem Pool gewimmelt hat. Um hier auch mal die allgemeine Vorstellung von dem “einsamen” Neuseeland zu zerstören. Das war damals noch nicht mal richtige Hochsaison. Aber ich muss sagen das ist die grösste Menschenansammlung, die ich seit langem gesehen habe. Wie ich früher 2 Jahre lang im Pendlerverkehr in der S-Bahn nach Stuttgart überlebt habe ist mir selber unklar. Aber schon jetzt ist allen klar… die ganzen Menschenleeren Fotos aus Neuseeland sind nur Trickfotografie

Über Weihnachten und Silvester hatten wir beide Urlaub und haben nochmal einen Roadtrip gemacht. Diesmal zu den Moeraki Boulders. Das sind riesige runde Steine, die durch Ablagerungen und viel viel Zeit in runde Riesenmurmeln gedrückt worden sind. Mit der Zeit wurden die Steine durch das Meer freigelegt und liegen da jetzt halt am Strand rum. Fotos anbei.

Eigentlich wollten wir 3 Tage am Stück wegfahren … aber schon im Oktober habe ich kein Katzenhotel mehr für Kitty buchen können. Aber… schon Geld gespart! Und einen schönen und vor allem entspannenden Urlaub hatten wir… und das ist das wichtigste.

Ansonsten gibt es keine aufregenden Neuigkeiten. Wir haben uns als frische residents erst mal den Kiwigepflogenheiten angepasst und ein Barbeque gekauft… auf dem auch gegrillt wird.

Ich habe auch ein paar Fotos von unserer neu gekauften und hart erkämpften Einrichtung gemacht… und natürlich von Kitty.

xo

Conny und Claus

jetzt, aber wirklich – this time, for real

Ihr glaubt es nicht… aber ca. 2-3 Wochen nach meinem letzten Blogpost hatte ich einen wundervollen Post vorbereitet. Ich habe davon erzählt wie ich im Hostel angefangen habe Teilzeit Schichten zu arbeiten und von selbstgemachten Ajvar und Cevapcici, Steuerrückzahlung auf neuseeländisch erklärt und voller Stolz von meinem eingepflanzten Knoblauch erzählt.

Dann hat ein netter Herr von der Immigration eine Email geschrieben und gesagt, dass unser Antrag jetzt bei einem Sachbearbeiter auf dem Tisch wäre und dieser sich innerhalb einer Woche mit dem Resultat bei uns melden würde.

Damit waren alle Blogpostpläne erst mal storniert, weil ich natürlich so gute Nachrichten immer gleich mit einpacken möchte. Aus der einen Woche wurden 2, dann 3. So wie in jeder Bürokratie. Und Team Igl wartete… und wartete.

Inzwischen haben wir die Steuerrückzahlung erhalten. Die Steuer hier machen ist eine komplett andere Erfahrung. Erstens mal weil man eine Hotline anrufen kann wenn man nicht weiterweiss… und die Leute in der Hotline auch wirklich helfen. Und dann natürlich noch ein Formular das durch hauptsächlich ja/nein Fragen besticht. Da wir keinerlei andere Einkommen oder Bezüge haben war das recht leicht auszufüllen. Hier gibt es auch keinen Zettel am Ende des Jahres wo alles draufsteht … Nein, hier hat man ein Onlinekonto bei der Steuerbehörde und kann da immer aktuell alles nachprüfen.  Man darf/muss den Betrag der Rückzahlung auch selbst ausrechnen. Eine Aufgabe von der nur mein Vater und diverse Mathelehrer wissen wie tückisch das für mich ist. Also schnell schnell alle Zahlen eingegeben. Ausgaben kann man hier nicht von der Steuer absetzen… glaube ich zumindest nicht. Aber wenn ich bei einer Besteuerung von 19% am Ende trotzdem noch $1.000 Rückzahlung bekomme ist mir das auch egal.

Dann haben wir weitergewartet. Und dann habe ich eine Vollzeitstelle gefunden. Ab dem 30. September heisst es Goodbye Backpacker und Hallo Straßenkarten. Ich bin fuer 6 Monate bei kiwimaps (einem lokalen Straßenkartenhersteller) als Korrekturleser angestellt. Hier bin dafür verantwortlich, dass alles korrekt auf die Straßenkarte gedruckt ist und trage damit passiv dazu bei, dass viele Beziehungen intakt bleiben.

Wir warten immer noch. Der Winter ging – laut Meteorologen der mildeste seit Aufzeichung. Der Frühling kam, mit einem riesigen Sturm. Der in sämtlichen Parks riesige Bäume entwurzelt hat, komplette Stromversorgungen vernichtet hat und bei uns… bei uns hat es das Heu von meinen frischgepflanzten Brokkolis, Radieschen und dem Lauch geblasen. Auch wenn ich geschimpft habe wie ein Rohrspatz… Glück hatten wir auf jedenfall.

Und Team Igl gewinnt den Preis für die geduldigsten Warter 2013. Claus hat wieder eine Gehaltserhöhung bekommen und fühlt sich pudelwohl in der Firma. Wir haben Kitty ihren eigenen Kratzbaum gebaut. Teils weil uns die aus der Tierhandlung nicht gefallen haben, teils weil die schweineteuer waren. Das Exemplar das ihr hier seht hat uns insgesamt $150 gekostet. Die in der gleichen Größe aus der Tierhandlung kosteten $800. Kitty liebt ihren neuen Tron und hat schon einige Nächte in ihrem Körbchen verbracht.

Es ist Mitte September. Wir warten immer noch. Claus hat inzwischen unsere Hutablage verloren und 2 Tage später am Straßenrand wiedergefunden. Es klingt vielleicht komisch aber das war an dem Samstag das tollste was passiert ist. Vor allem weil das Ersatzteil ziemlich teuer gekommen wäre.

Gestern am 16. September kam dann die Email das unser Residency Visa genehmigt wurde. Die paar Sekunden die das Pop up gebraucht hat um unseren Status abzufragen haben sich angefühlt wie …. ein paar sehr lange Sekunden.

Was sollen wir noch sagen. Wir sind überglücklich. Obwohl wir uns immer sicher waren das wir keine Probleme mit der Immigration haben werden, ist es doch ein anderes Gefühl wenn der Sticker offiziell im Pass ist. Wir können jetzt für immer hierbleiben wenn wir möchten, können Sachen auf Kredit kaufen und jede Versicherung abschliessen die ich möchte. Im Nachhinein muss ich sagen das unsere Auswanderung für die Produzenten von VOX zu langweilig gewesen wäre. Es hat einfach alles geklappt.

Was lernen wir daraus? Es wird immer alles gut. Und 1 Woche im Immigrationsamt entspricht 10 Wochen in Echtzeit.

Ist das jetzt das Ende unseres Reiseblogs? Um Himmels Willen nein… wir haben noch so viel zu berichten. Wir haben noch definitiv zu wenig von der Südinsel gesehen und ich habe noch nicht genügend Fotos von Kitty ins Internet gestellt.

Also bis naechstes Mal.

xo

Conny und Claus

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You wouldn’t believe it. 2-3 weeks after my last post I actually had another one written up. I was excited about our freshly received tax refund, our improved homecooking skills and all the veggies we had planted.

Then we received an email from Immigration saying an Immigration officer was currently working on our application and we would hear from him in the coming week. Of course I put the post on hold because I wanted to include any news we receive. So we waited… and waited. And the week passed and then another.

In the meantime we did receive our tax refund. The application was a whole lot easier than the German ones I am used to.

And we still waited. I had started working part time in the hostel again… to pass the time and of course to earn money. We still waited. I got a job offer from kiwimaps. I will be proofreading roadmaps from the 30th September. And yes, I will help keep roadmaps accurate and hence, will save many many relationships.

Yup. Still waiting. Winter went – according to meteorolgists the mildest one in history. Spring came with a huge storm. It ripped out trees and rendered most electricity services useless. At our place… it just blew the straw from my freshly planted veggies. A shame – but lucky.

We are in the running for most patient waiting team 2013. Claus still loves working for Jim the Builder. Kitty loves her new scratchy tree we built for her. And why yes, we take orders. The one in the pictures was $150 in materials.

Mid September. Still waiting. Claus lost our car’s parcel tray… and found it again 2 days later. It may sound silly but on that day it was the best thing ever. Saved us a whole lot of money.

Yesterday, September 16. The email popped into my inbox. Status: Approved. We are so excited. We always knew we wouldn’t have any problems with Immigration. It is just a different feeling if the sticker is actually in your passport.

We can now buy things on finance, get money from the bank and get every insurance I want.

Any wisdom gained? Yes, everything will ALWAY be fine. 1 week in Immigration speek is actually 10 weeks in real time.

Is this the end of our little blog? God no… this is way too much fun, we haven’t seen much of the South Island yet and I have not posted enough pictures of Kitty on the Internet.

See you next time.

xo

Conny und Claus

Schnäppjenjäger – Bargain hunters

Wenn man auswandert oder etwas Neues anfängt muss man manchmal Abstriche machen und sich auch an Dinge gewöhnen, die einem nicht so passen. Die offensichtlichen Dinge wie z.B. das Freunde und Familie fehlen, man nicht das im Supermarkt kaufen kann was man gewöhnt ist, sind nur die kleinen Stolpersteine. Eines der grössten Dinge an die ich mich gewöhnen musste ist, dass das so liebevoll angesparte Finanzpolster schrumpft und schrumpft. Keine Angst es geht uns gut, wir können jede Woche einkaufen und wir haben eine kleine Reserve für Notfälle… aber dennoch müssen wir bzw. ich rechnen und sparen und vor allem nein sagen wenn das Schränkchen das ich gerne hätte $100 kostet.

Diese Notlage hat eine ganz neue Qualität in mir gefördert. Vermutlich war das als Schwabe schon immer im Blut bei mir aber der Schritt nach Neuseeland hat meinen Sparsinn um einiges geschärft.

  1. Bonuskärtchen vom Supermarkt bei dem man fuer alle $5 die man einzahlt 20 Cent geschenkt bekommt? –  Hab ich.
  2. Grosseinkäufe wenn was im Angebot ist? – Machen wir. In die Pantry passen locker 8 Flaschen Saft.
  3. Flybuys? – pffff. Klar!
  4. Second hand einkaufen? – Machen wir.

In letzter Zeit haben wir im Feld sparen ganz neue Wege begangen. Angefangen hat es mit einem Schrank mit Spiegel das wir für unglaubliche $40 auf Trademe (ebay auf neuseeländisch) gekauft haben. Gestochen von der Schnäppchenhornisse befinde ich mich nun fast täglich auf trademe mit meiner selbstauferlegten Mission unser Haus zu möblieren und mit allem möglichen Schnick Schnack auszustatten. Ich bin mir ziemlich sicher das Claus spätestens jetzt klar wird welchen Dämon er mit seinem Versprechen, dass ich beim Einrichten freie Hand habe, heraufbeschworen hat.

Diese Woche waren wir dann auch im Auktionshaus von Christchurch weil wir einerseits aus Spass mal dabei sein wollten und ich auch ein Telefontischchen gesehen hatte, das mir gefallen hat. Eine riesige Lagerhalle voller Möbel. Als die Versteigerung dann losging konnten wir fast nicht glauben was wir sahen. Vollholzmöbel, Sofas ja sogar Waschmaschinen und Gefriertruhen gingen alle weit unter Wert unter den Hammer. Lederbürostuehle fuer $2 sind nur ein Beispiel.

Und es kam so wie es kommen musste. Wie als ob man einen Gremlin nach Mitternacht füttert sind wir zu Schnäppchenjägern mutiert. Natürlich habe ich meinen Tisch bekommen und ein riesiges Bild, also ein richtiges mit Farbe… keinen popeligen Print. Und alles für $40. Wenn das Auto grösser gewesen wäre dann hätten wir mehr mitgenommen. Das nächste mal sind wir besser vorbereitet. Christchurch Auctions wir kommen wieder! Ihr seht es fehlt noch viel… aber langsam und stetig verwandeln wir das Haus in unser Heim. Das ist zumindest der Plan!

Alle neuen Möbel werden sofort von Kitty beschlagnahmt und so wird sie automatisch zum Möbelmodel. Alles was auf den Bildern zu sehen ist hat eine ungefähre Einkaufsumme von $400 (~250 Euro). Kitty war umsonst. Ich höre meine Mutter aus dem Off: Das sieht alles aus wie bei Oma!!!! und ich antworte: Ich mag das aber!!!!!

Vor einigen Monaten hat die Christchurch Gondola auch wieder aufgemacht. Wir sind natürlich gleich am ersten Wochenende hochgefahren und haben die Schnappschüsse aufgenommen. Jetzt sollten wir eigentlich wieder hochfahren. Jetzt liegt auch Schnee auf den Bergen. Wir präsentieren voller Stolz unser neues Zuhause von oben.

xo

Conny und Claus

When you are moving to a different country you have to learn to let go of some comfort zones. Comfort friends and family, comfort foods that you are used to and definitely the comfort of a big bundle of savings. We do have enough money to buy food and pay rent and get by but we still need to re-calculate big things and need to plan ahead for expensive things. Especially since we need to buy things like furniture from scratch because we have got absolutely nothing. The important things like a bed, couch and kitchen stuff we already have but there is definitely more to furnishing a house than just these things.

So all this made us premium bargain hunters.

  1. Pak n Save Christmas card – check
  2. Hoarding when things are on special – we got it down to an art
  3. Flybuys? – please…
  4. second hand? – I know every store in town.

We managed to get a beautiful dresser off trademe for a mere $40. Infected with the bargain bug we attended an auction here in Christchurch and couldn’t believe our eyes. Quality furniture went for way under price. A full on victorian style dining suite in good condition for $200? Leatherchairs for $2? If we would have had a trailer on hand we would have furnished our house right this evening. We will be better prepared next time. So we only got a telephone table and an enormous painting… for $40. We will definetly be back!

Everything shown in the pics we bought for about $400. Amazing, ey?

We also added a few pics taken at the Christchurch Gondola.

xo
Conny and Claus

 

Neue Perspektiven – new perspectives

Wir haben uns schon richtig eingelebt und unsere große Reise letztes Jahr und der ganze Aufenthalt im Hostel die letzten Monate sind Lichtjahre her… oder zumindest fühlt es sich so an. Wir sind beide wieder ein Jahr älter geworden diesen Monat und sind entschlossener und zuversichtlicher denn je unseren Traum hier wahr zu machen. Immerhin ist bis jetzt ja auch alles glatt gelaufen –  dann kann es gerade so weitergehen. Wir räumen weiter fleissig unser Haus ein, graben den Garten um und verbrennen unsere benutzten Taschentücher im Ofen wenn wir Schnupfen haben.

Neuseeland bietet viele tolle Sachen auch im Alltag. Zum Beispiel kann ich unseren Stromverbrach aktuell online nachprüfen. Wenn wir unseren Strom pünktlich zahlen gibt es 10% Rabatt… mit online Rechnung gibt es nochmal 3%. Ich kann unseren Internet und Telefonanschluss online regeln, bezahlen und ändern. Alles ohne Call Center. Ich kann online nachsehen wie lange mein Bus noch bis zur Haltestelle braucht. Ich weiss nicht ob das in Deutschland auch geht… vielleicht bin ich vollkommen grundlos so begeistert.

Aber auch in unserem erklärten Paradies gibt es einige Dinge nicht. Claus wird Spätzleprofi, das Blaukraut müssen wir selbst machen und Choco Crossies wurden auch schon in unserer Küche erfolgreich produziert. Das nächste Ziel: Toffifee!

Christchurch verändert sich in stetigem Tempo, überall werden Straßen gerichtet, Häuser abgerissen und aufgebaut. Im Stadtzentrum, das bis vor kurzem noch komplett abgeriegelt war, werden immer mehr Straßen für Fußgänger und Autos geöffnet. Letztes Wochenende sind wir auf eine kleine Expedition ins Stadtzentrum gegangen. Viele Trümmer stehen noch und viele Shops wurden beim letzten Erdbeben einfach Knall auf Fall verlassen und so steht heute auch noch alles da. Aber vieles geht auch voran und je öfter man an einigen Stellen vorbeigeht desto deutlicher sieht man die Veränderung. Das dreieckige Haus mit den bunten Gläsern ist die provisorische Kathedrale.

Wir genießen weiter den neuseeländischen Winter. Manchmal ist es morgens schon knackig kalt aber meistens scheint über den Tag die Sonne das man keine Jacke braucht.

xo

Conny und Claus

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We are very much getting used to the life in our pretty little house. Living in a hostel and traveling New Zealand last year seems lightyears away. We are more determined than ever to make our dreams come true here, and why the heck shouldn’t they – everything has been a breeze so far. We are keeping our fingers crossed that it stays that way.

New Zealand offers many treats even in day to day life. Being able to monitor your energy usage online and even being granted 10% off when you pay your bill on time are things that we are not used to from Germany – and we are loving it.

But even here there are things money cannot buy –  we perfected the skills of producing some German traditional foods in our kitchen because we simply could not find them in supermarkets.

Christchurch is changing everyday. We explored the city last weekend and took some picutres. It is amazing how quickly everything changes and we cannot wait how it is going to look like in the future.

We are enjoying the New Zealand winter so far. It is quite beautiful and pleasant compared to some winters we experienced so far.

xo

Conny and Claus

Home Sweet Home

Wieder hatten wir eine lange Sendepause. Einerseits weil der Alltag keine besondere Story für unseren Blog produziert hat und andererseits wollten wir auch nicht mit depressiven Posts schocken.

Die letzten 4 Wochen waren ziemlich anstrengend für unser Nervenkostüm. Da nun alles mit den Visa geregelt ist wollten wir uns nun auf das Abenteuer „eigenes Zuhause“ einlassen. Leichter gesagt als getan in Christchurch. Häuser und Apartments sind hier Mangelware und dass, das auf dem Markt ist ist furchtbar teuer.

Nachdem wir fast 2 Jahre lang in unserer 28qm Miniwohnung in Leonberg gewohnt haben und das letzte Jahr immer nur Gast waren konnten wir es nicht abwarten endlich mal wieder unsere eigenen 4 Wände zu haben… die vielleicht etwas größer sind als die letzte Wohnung.

Die ersten Hausbesichtigungen waren ein absoluter Schock. Die Häuser waren schön… aber es waren auch noch 60 andere zum anschauen da. Aus diesem Line up als Mieter ausgewählt zu werden ist wie im Lotto gewinnen. Und genau wie im Lotto hatten wir kein Glück. Am 1. Mai wird das Hostel verkauft, also war das unsere Deadline für das Ausziehen. Jeder der mich kennt wird wissen, dass ich „auf den letzten Drücker“ gar nicht ausstehen kann. Wir haben insgesamt fast 30 Häuser angeschaut und unzählige Anrufe getätigt. Ein Makler hat sogar gesagt dass wir uns nicht auf 3 Zimmer Häuser bewerben sollen, weil wir nur zu zweit sind und so Platz verschwenden würden. Wir haben unser Budget für das Mieten etwas hochgeschraubt. Aber selbst die teuren Häuser waren total überrannt.

Jeder der Emailkontakt hatte weiß wie verzweifelt ich schon war… und dann ist es natürlich gekommen wie alle gesagt haben. Unser perfektes Haus kam und wir hatten das Glück zwischen allen Bewerbern ausgewählt zu werden. Jetzt sind wir die stolzen Mieter von einem wunderschönen 3 Zimmer Haus mit Garage, Veranda, Garten mit Gemüsebeet und Holzofen. Ich habe die hohen Decken die ich so liebe und Claus hat die Holzböden die er gerne hat. Es kostet uns $420 die Woche. Etwas teuerer als wir ursprünglich geplant hatten aber wir können trotzdem noch sparen und wenn ich dann auch wieder Geld verdiene sind wir wieder voll auf der Sparautobahn. Ein definitives Plus für dieses Haus ist auch das hier Kühlschrank, Waschmaschine und Trockner alles dabei war. Das heißt dass wir das schon mal nicht kaufen müssen.

Wir haben uns mit Hilfe von trademe (das neuseeländische Pendant zu ebay) und Flohmärkten günstig eingeräumt. 10 Teller für $5 – hallo? Natürlich schlage ich da zu. Ein tolles Sofa für $450. Das einzige wo wir etwas mit Geld um uns geworfen haben waren das Bett und der Fernseher. Guter Schlaf und ein klares Bild wo ich nicht mit den Augen kneifen muss um Untertitel zu lesen.

Kitty hat sich an ihr neues Zuhause auch schon gewöhnt. Wir hoffen nur dass sie uns nicht davonläuft wenn wir sie das erste Mal rauslassen.

Alles in allem ist das Leben in unserem neuen Zuhause einfach nur toll. Und jetzt haben wir auch Zimmer für jeden der besuchen kommt.

xo

Conny und Claus

 

 

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Again another long blogging break. But day to day life did not produce a lot of good stories and I only want to blog with good news.

We were househunting fort he last 4 weeks. The housing situation here is an absolute nightmare. Overprized houses and about 60 people putting in applications for it. Our deadline for moving is 1st of May and I do not like things being done at the last minute. I was starting to get really frustrated. Because we do not have any rental history in New Zealand we didn’t get picked as tenants. We went to about 30 house viewings and I was close to actually freaking out. One real estate agent actually told us that we should not apply for 2-3 bedroom homes because we are wasting space. Excuse me? We did alter our budget for rent but even the more expensive houses were overrun with applications.

But after all the drama we did end up findig the perfect home for us. And we actually have everything we want. A garage, a backyard with a veggie patch, a fireplace, wooden floors and a huge huge bedroom. It is a cute little 3 bedroom cottage. We are paying $420 a week. But we are still able to save some money and when I am getting a paid job as well we are right back on track with our savings.

We are furnishing the place with the help of trademe and fleamarkets. The big plus of this home is that it came with fridge, washing machine and dryer. Perfect! The only big spender items were our bed and the TV.

Kitty made friends with her new home too, just keep your fingers crossed for us that she will not run away once we let her back out.

Our new home is great and now we even have guest rooms for people coming over.

 

xo

Conny and Claus

 

Immigration Blues

Jetzt sind wieder 2 Wochen vergangen. Die Zeit legt den Turbo ein.

Vor ein paar Wochen sah noch alles ganz ungewiss aus. Nichts konnte man richtig machen weil noch kein Visum im Pass war. Jetzt wo alles für die nächsten 2 Jahre abgesichert ist stürzen wir uns in einen neuen Dschungel. Ein Haus zum wohnen muss her, Versicherungen wollenabgeschlossen werden, ich muss mir bald einen neuen Job suchen und vor allem muss man alles nochmal kaufen. Von der Gabel bis zum Fernseher. Wobei ich ja zugeben muss das das shoppen an sich das kleinste Problem ist. Die lokalen Bettpreise haben unsere Ohren rot werden lassen. Guter Schlaf kostet! Natürlich kommen die Hälfte der Häuser nicht in Frage weil keiner Haustiere haben will – das Claus raucht verschweigen wir einfach von Anfang an. Hier eine Mietwohnung oder Haus zu finden ist ganz schön schwer. Man muss sich manchmal mit gut und gerne 30 anderen Bewerbern ein 1-2 Zimmer Haus anschauen. Gerne denke ich da an die Zeit zurück wo ich von meiner lieben Susi einfach die Wohnung übernommen habe. Ohne hin und her und bangen ob Sie jemand anders bekommt. Aber das wird schon alles. Wir finden schon was schönes für uns und Kitty. In ein paar Monaten denken wir sicher an diesen Sommer zurück und haben schon wieder ganz andere Sorgen und Hürden zu bewältigen. Aber: Der Weg ist das Ziel und alles was wir jetzt machen und schaffen können wir auf unserer Liste abhaken. Schweineteueres Bett gekauft – ja haben wir gemacht. Dafür dann alles andere beim Second Hand gekauft – ja haben wir.

Und ich muss sagen, all die Alltagsproblemchen, die wir jetzt so haben sind ein Genuss wenn ich an die Zeit des Visa Antrags zurückdenke. Ich wünschte ich könnte ein Hörbuch draus machen…. weil ich habe das Gefühl, dass dieser Post nicht gerade kurz wird.

Als wir im Oktober daserste mal zur Immigration gefahren sind (damals noch mit Barney falls sich jemand da noch dran erinnern kann). Auf dem Amt sagte man uns das die 6 Monate die wir noch als Visum haben locker reichen für das Visum das wir uns rausgesucht haben. Im Nachhinein haben wir gelernt: Vertraue niemals jemandem der am Front Desk arbeitet. Es gibt einen Grund warum diese Leute keinen eigenen Tisch haben. Also haben wir frohen Mutes den ganzen Stapel Papierzeug mit genommen. Dann haben wir das brav alles ausgefüllt. Es sollte ein Work Visa werden am besten mit Option auf Resideny. Gibt es – heisst Work to Residency. Das gibt es unter verschiedenen Strängen (wenn man bei einer grossen Firma arbeitet, einen gesuchten Beruf hat oder Sportler/Künstler ist). Auf den ersten Blick muss Claus natürlich bei den gesuchten Berufen dabei sein. Schnell schnell auf die Liste geschaut. Hm. Da steht nicht ganz das was er ist drauf… aber etwas ähnliches. Das wird schon passen. Als mir dann doch mulmig wird rufe ich an bei der Immigration… und erhalte die Auskunft: Ja warte… das geht doch garnicht. Wenn Carpenter nicht auf der Liste steht dann wird das abgewiesen. Ihr müsst euch auf Skilled Migrant bewerben. Das ist ein Visaverfahren mit Punktesystem – wer mehr als 100 Punkte hat wird in einen Auslosungspool aufgenommen, wer 140+ Punkte hat wird gleich weiterbearbeitet.

Okay, dann machen wir das. Das ist ein Visum das ohne Umwege zur resideny führt. Haken daran ist, das es um ein vieles umfangreicher ist. Sie wollen alles von dir wissen. Es hat nur noch die Frage gefehlt wie oft und wann man duscht und welches Shampoo man benutzt. SO genau nehmen die das. Jedes Dokument muss man aus seinen Ordnern ziehen und ja… alle unsere Verwandten stehen jetzt auf irgendeinem Blatt in irgendeinem Ordner in Neuseeland. Big Brother is watching you – and thinking about asking for your Credit Card Number.

Die 140+ Punkte um gleich in den Bearbeitungsprozess aufgenommen zu werden (mit weniger Punkten wird alle 2 Wochen ausgelost – wer sagt Neuseeländer können keinen Spass haben) waren für uns schnell zusammen. 155 Punkte hat Claus beigetragen mit Alter, Job und Arbeitserfahrung. Da ich nicht ohne Beitrag da stehen wollte habe ich noch schnell meinen Werbekauffrau Abschluss aus dem Ärmel gezogen. Nicht das wir es gebraucht hätten, aber so war ich wenigstens nicht ganz Trittbrettfahrer.

Dann hiess es ALLE Dokumente zu beschaffen. Geburtsurkunden, Zeugnisse, Polizeiliche Führungszeugnisse aus Island und Deutschland, Heiratsurkunde, Arbeitszeugnisse. Mancher Arbeitgeber hat sogar die Teenager der Familie aktiviert und sie vermutlich dazu gezwungen eine Email auf Englisch zu schreiben. Danke dafür. Hat uns effektiv 50$ beim Übersetzungsbüro gespart! Und dann natürlich noch alles übersetzen lassen. Die grösste Herausforderung war jedoch: Das Beweisen der Tatsache das Claus und ich glücklich verheiratet sind. Wie macht man das? Laut NZ Immigration so:

  1. Fotos von uns in allen möglichen Lebenslagen – am besten mit Freunden und Familie (wer jetzt an Green Card mit Gerard Depardieu denkt… Ihr wart nicht die Einzigen!),
  2. Briefe von Freunden und Famile, die bezeugen, das wir glücklich sind und wir wirklich ein Paar sind (Danke Mia und Susi)
  3. Post, die an uns beide adressiert ist. Am besten über einen gewissen Zeitraum verteilt. Ich mag mir den Gesichtsausdruck meiner Mutter nicht vorstellen als ich verzweifelt daheim angerufen habe und gefragt habe ob sie noch Post von mir und Claus von vor 2 Jahren hat.
  4. Einen Zeitstrahl der wichtige Punkte der Beziehung markiert,
  5. Belege für gemeinsame Konten und Versicherungen,
  6. achja… und die Heiratsurkunde.

So, alle Dokumente da… trotz Sabotage von deutschen Konsulen, die nur Urlaub machen. Alles ausgefüllt. Ich gebe mein Baby Anfang Januar ab. Ich habe den Umschlag nicht gewogen aber er war ziemlich sicher 2.700$ schwer.

Die Zeit vergeht. Ich bekomme eine Mail. Ein australisches Führungszeugniss von mir würde fehlen. Hier hat keiner mit meiner deutschen Genauigkeit gerechnet. Führungszeugnisse müssen nur aus Ländern vorgelegt werden in denen man die letzten 10 Jahre länger als 12 Monate gelebt hat. Anfang 2002 habe ich Australien verlassen. Nach meiner Rechnug sind das mehr wie 10 Jahre. Knapp ja, aber definitiv mehr. Am selben Tag wird das Visum zur Bearbeitung durchgeschubst. Dann bekommen wir einige Zeit später einen Brief wo alles nochmal bestätigt wird. Hier wird nebenbei erwähnt das das Visum bis zu 9 Monate in Bearbeitung ist. Unser Work and Travel Visa läuftallerdings Mitte März ab. Was tun? Eine leicht panische Conny ruft Call Center agent xy bei der Immigration Hotline an. Der arme Mann hört wohl meine pulsierende Schlagader und rät uns das “normale” Work Visa zu beantragen.

Achso, das das ich im Oktober schon mal mit heimgenommen hatte und mir dann gesagt wurde das wir das nicht beantragen können?

Mein Auge fängt an nervös zu zucken. Also gut. Dann schwupp di wupp die Anträge ausgedruckt. Das sind dann 2 separate Anträge. Für jeden von uns ein Visum. Pro Nase 270$. Es ist ja nicht so das wir was mit dem Geld vorhatten.

Glücklicherweise hatte ich alle Dokumente schon, da ich ja im Oktober alles zusammengesammelt hatte. Das extra Formular, das von Claus Arbeitgeber ausgefüllt werden muss habe ich durch ein biblisches Wunder aufgehoben. Also einen Tag später zur Immigration gedüst und alles abgegeben. Jetzt ist es Anfang Februar. Durchschnittliche Bearbeitungszeit 25 Tage.

Und dann fingen die längsten 20 Tage an die ich jemals durchlebt hatte. Immer mit dem 19. März im Blick. Kurz vor Ende Februar wurde uns beiden das 2 Jahres Work Visa bestätigt. Das Skilled Migrant Visa bleibt natürlich weiter in Bearbeitung und mit etwas Glück haben wir noch Ende des Jahres eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung.

Am Ende ging alles gut aus. Und jetzt sind wir hier. Es ist unglaublich. Manchmal kann ich es immer noch nicht glauben. Unser Leben ist einfach herrlich. Wer weiss wo wir in 10 Jahren sind – aber jetzt können wir beide sagen: Da, DAS haben wir gemacht!

xo

Conny und Claus

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Es war einmal… – Once upon a time….

Vor einem Jahr haben wir diesen Blog hier erstellt um Freunde und Familie auf dem Laufenden zu halten während wir es uns hier am anderen Ende der Welt gut gehen lassen. Inzwischen lieben wir unser kleines Reisetagebuch und schauen immer wieder gerne auf unsere Reise zurück. Verrückt was wir alles so erlebt haben.

Seitdem ist viel passiert. Früh viel die Entscheidung, dass man mal versuchen sollte ein Visum zu beantragen um dauerhaft hierbleiben zu können. Mit Claus seinen Handwerkerskills ja eigentlich kein Problem. Bis dann aber der Stempel entgültig im Pass ist bleibt man doch kritisch.

Und heute… um 16.54 Uhr kam dann die Mail, auf die ich seit ich alles eingereicht habe warte. Die 4,5 Sekunden bis die Seite geladen war vergingen so schnell wie ein festgeklebtes Honigglas aufschrauben. Und dann stand ein dickes fettes Approved neben der Application nummer. Soll heissen: Wir dürfen bleiben und soviele Ponies kaufen wie wir wollen. Mehr vom ganzen Ablauf schreibe ich beim nächsten Mal, wenn sich alles gesetzt hat… weil das ist schon einen eigenen Post wert.

Das Visa und alles drumherum war auch mit ein Grund für die lange Funkstille hier. Ab jetzt wieder regelmässige Updates – Versprochen!

Letztes Wochenende haben wir noch eine Lord of the Rings Tour gemacht. Wir sind zum Mt. Sunday gefahren auf dem Edoras gedreht wurde. Eine beeindruckende Location, wo man einiges auch wiedererkannt hat von der Landschaft her…. und nicht wie in Wellington wo man im Stadtpark vor einem Baum steht und man gesagt bekommt man stehe in Rivendell. Sehr sehr beeindruckend.

xo

Conny und Claus

It has been a year since we started this blog. It started out as a way of keeping familiy and friends up to date. We have come to love our little travel diary and look back on all the amazing things we have done.

Our visa application got approved today. Finally, it felt so good to get this email. I will tell you a little bit more about the process next time… cause it sure is worth telling.

We went on a Lord of the Rings Tour to Mt. Sunday last weekend. A beautiful location in remote farmland. It was a beautiful day.

xo

Conny and Claus

 

Die Geschichte des roten Vogels – the story of the red bird

Diese Woche haben wir Claus’ Urlaub nochmal voll ausgenutzt. Wir waren am Strand, Angeln, in einem Tierpark und auf dem Canterbury Rodeo.

Der Tierpark war besonders schön, einerseits weil wir durch eine tolle Coupon Seite nur den halben Preis Eintritt gezahlt haben… andererseits weil es einfach ein wunderschöner Park war in dem jede Menge Tiere zu sehen waren – teils einheimisch, teils exotisch. Wir haben wiedermal einen Kiwi gesehen und putzige Lemurenbabies. Jetzt wird sich der ein oder andere Fragen wieso in den Fotos ein rotes rundes Plastikdings in einem Käfig dabei ist… das Foto hab ich Claus zu Ehren miteinbezogen weil – fasziniert von der Farbpracht der vielen Vögel und fehlgeleitet durch meine oft erprobte scharfe Sehstärke stand ich vor dem Käfig und sagte: Oh der Vogel ist aber schön rot *zonk*! Mehre Lacher von Claus und Melissa folgten. Das Foto ist übrigens mit einem Superzoom gemacht worden… das Ding war schon weit weg… das ist meine Geschichte und dabei bleibe ich.

Samstags waren wir auf dem Canterbury Rodeo und haben Cowboys zugesehen wie sie von Pferden fallen, von Stieren fallen, um Barrels rumreiten und Kälber einfangen. Alles in allem ein toller Tag. Und ich muss sagen, dass ich trotz Zaun zwischen mir und der Action ziemlich gute Bilder gemacht habe.

Auf dem Rodeo war sogar jemand den wir gekannt haben. Auf unserem allerersten Farmstay war Joe unser Nachbar. Wir haben damals ein paarmal beim Team Roping ausgeholfen… und wen sehen wir auf der Teilnehmerliste… Joe. Wir sind wohl wirklich schon ein bisschen einheimisch. Wir treffen Bekannte im Supermarkt und kennen Leute in Rodeos.

xo

Conny und Claus

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We made the best of Claus’ last days of vacation. We went to the beach, fishing, Willowbank Wildlife Reserve and the Canterbury Rodeo.

We enjoyed Willowbanks. It is such a nice place of all kinds of animals. Now why is there a picture of a red plastic bulb thing in our photo gallery… because me and my outstanding vision mistook that thing for a bird. In my defence… all we saw before were stunning colorful birds… and that picture was taken with a big big zoom… so it was quite far away… anyway. That is my story and I am sticking to it.

On Saturday we went to the Canterbury Rodeo and enjoyed watching men getting thrown off horses, bulls, wrestling bulls, catching calves and riding around barrels. Great fun! We even saw a familiar face. One of the cowboys was Joe, the neighbour of the place we stayed at in April. Yay. I think I still took decent pictures even though there was a fence between me and the action.

Guess we are becoming locals slowly but steadily – getting recognised at the supermarket and seeing familiar people at rodeos.

xo

Conny and Claus

Auf Achse! – On the road!

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Weihnachten haben wir mit Freunden, Spätzle und Rouladen verbracht. Am Tag darauf gab es im Hostel traditionellen Weihnachtsschinken und viel flüssige Nahrung, für die, die das gerne haben. Wir haben zu Weihnachten von unseren Hostel Chefs Pumpernickel bekommen. Juhu, endlich wieder richtige Körner zwischen den Zähnen kleben haben.

Wir haben unseren verspäteten Weihnachtsurlaub in Hokitika an der Westküste Neuseelands verbracht. 3,5 Tage nur am Strand entlangspazieren, Sonnenuntergänge geniessen, sich hinter anderen Touristen an diversen Attraktionen einreihen und über die fantastische Natur Neuseelands staunen… und dann Samstagmittags genauso zu staunen wenn das Wetter schlagartig von toll zu pitschenass wechselt. Aber alles halbsoschlimm, weil bis dahin hatten wir alles eh schon abgehakt was auf unserer Wunschliste stand (inklusive der Pancake Rocks Susi!) – also Bahn frei für einen Road Trip zum Kaffee trinken. Claus konnte seine Qualitäten als Ralley Fahrer austesten (ja, es klappt) und ich konnte den Panik Griff (oder wie ihn böse Menschen auch noch nennen – Oma Griff) in unserem Auto ausprobieren (hat auch funktioniert).

Jetzt sind wir schon wieder zurück daheim in Christchurch und kämpfen wie eh und je um die guten Plätze auf der Couch mit der Katze, freuen uns über nette Gäste und den generellen Alltag. Claus hat noch eine ganze Woche Urlaub und er steht vor der harten Entscheidung ob er diese mit Angeln oder Surfen verbringen soll. Ich wühle mich wie gewohnt durch meinen Alltag zwischen Rezeption und anderen Kleinigkeiten die mir noch so einfallen.

Bald ist 2012 vorbei und wir müssen sagen, das es eines der aufregendsten Jahre unseres Lebens war. Ein riesiges Abenteuer und wir sind noch mittendrin.

Wir wünschen allen ein frohes neues Jahr!

xo

Conny und Claus

PS. Wir haben diesmal die Bilder beschriftet… sonst wäre dieser Post endlos lang geworden.

We spent Christmas Day with friends and traditional German food, it was delicious. The following day the hostel offered free Christmas Dinner which was great! Total food coma ahead! The hostel owners Geri and Lee gave us a huge gift basket for Christmas including German bread – it was amazing!

We spent our Christmas vacation on the Westcoast in Hokitika. Wonderful, relaxing 3 days. We did nothing but strolling along the beach, watching sunsets and gawk at all the local tourist attractions. Claus used one Road Trip to test his Ralley driver skills – yup, all good. And I tested the panic handle (or granny handle like mean people call it) in our car… which works fine as well.

Now we are back home in Christchurch and alas are back to all the same old: fighting for the good spots on the couch with the cat and reception work. Claus still has 1 week left of vacationing and has to make the hard decision of spending it either with fishing or surfing. Tough nuts!

The end of 2012 is upon us and what an amazing year it has been for us. It has been nothing but an adventure and we are still right in the middle of it.

We wish everyone a happy new year!

xo

Conny and Claus